Der heilige Ort
Geomantische Studienreisen

  • Tempel der Großen Göttin - Frühgeschichtliche Kultstätten
  • Landschaftstempel - Heilige Berge, Orte der Kraft
  • Geomantische Baukunst - Kathedralen, Klöster, Städte

Vor mehr als 6000 Jahren erwachte in Europa eine Kultur, deren Spuren bis heute faszinieren. In zeitloser Ruhe atmen Tempelstätten seit Jahrtausenden ihre Kraft über das Land. Die von unseren Vorfahren geschaffenen Lebens-Landschaften waren noch nicht in das "Weltliche" und das "Sakrale", das Innen und das Außen dissoziiert. In einigen Gegenden Europas, vor allem auf den Britischen Inseln, in Irland, in Norddeutschland und in Polen haben sich diese Orte über die Zeiten bewahrt. Die Ausgrabungen der vergangenen zwanzig Jahre und vor allem die jüngere Generation vornehmlich angelsächsischer und skandinavischer Archäologen (Bradley, Tilley, Thomas, Bender, Wallis, Bergh) haben uns die namenlosen Schöpfer der Heiligtümer nähergebracht - ihre Familien, ihr Leben, ihre Religion, ihre Gesellschaftsordnung. In den mächtigen Bauwerken manifestierten die Stämme ihre innige Verbindung mit den Kräften des Himmels und der Erde. So dürfen wir wohl selbst die größten Tempel als fein balancierte geomantische Anlagen bezeichnen, die das Tun der Menschen in harmonische Resonanz zur nährenden Energie der Landschaft setzten: Jahrtausendelang führten unsere Vorfahren ein hochentwickeltes Gemeinschaftsleben, das den Krieg nicht kannte. Spiritueller Angelpunkt jenes Alten Europas war der Kult der Großen Göttin, der allumfassenden Erdmutter, die heute im modernen Kleid einer Gaia-Wissenschaft zu neuem Nachdenken und Nachfühlen auffordert. Dabei kann es nicht um plumpe Neuerfindung eines "heidnischen" Kultes gehen. Es geht vielmehr darum, unser kulturelles Erbe auf seine Essenz zu prüfen und in die Kunst einer zeitgemäßen, das heißt selbstbestimmten, verantwortungsbewussten, nachhaltigen, dem Leben auf diesem Planeten in all seinen vielfältigen Aspekten liebevoll zugewandten Lebensführung zu integrieren. Dazu gehört eben die Entfaltung der Wahrnehmungsfähigkeit für die feineren Qualitäten unserer - menschengemachten wie natürlichen - Umgebung. Soziale Bauten wie die gotischen Kathedralen und barocken Dome oder die nach menschlichem Maß gegründeten mittelalterlichen Städte bezeugen ebenso wie großartige Kulturlandschaften, dass diese Fähigkeit erst in jüngerer Zeit von anderen gesellschaftlichen Interessen überlagert wurde.

Unsere Reisen zu den alten Kultstätten, in noch heute intakte Landschaftstempel und an Kulturorte von ungebrochener Ausstrahlungskraft sind außergewöhnliche Erlebnisse. Wer sich auf die Botschaft der stillen Steine, der sakralen Orte und den Zeugnissen menschlicher Hingabe an die - zu allen Zeiten anders definierte, aber wohl gleich empfundene - Einheit einlässt, findet ein neues Verhältnis zu seiner eigenen Zeit. Der Weg zu den Tempeln der Großen Göttin wird von vielen regelrecht als transpersonale "Pilgerfahrt" erlebt - hin zur Erkenntnis der Kräfte der Natur und des Kosmos wie zur Erfahrung der eigenen Potenziale und der unauflösbaren Verbundenheit allen Lebens. Dem trägt die subtile Dramaturgie unserer Reisen Rechnung: Wir möchten einen inneren Raum öffnen, in dem der Duft, der Zauber und die Würde des Landes als Ganzes sowie das ständige Verwobensein mit der Anderswelt erfahren werden können.




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